| Begriffserklärungen |
Als Quelle für die Begriffserklärungen dienten unter anderem das "transpress Lexikon der Eisenbahn" und das Lehrbuch "Eisenbahntransporttechnik - Verkehrsgeographie".
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| Adhäsionsbahn | siehe Reibungsbetrieb |
| Bahnhof (Bf) |
In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert: "Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die Einfahrweichen." Bahnhöfe lassen sich nach verschiedenen Kriterien in Kategorien einteilen. Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man Personenbahnhöfe, Güterbahnhöfe, Rangierbahnhöfe, Postbahnhöfe, ... In der Umgangssprache wird der Begriff "Bahnhof" auf zweierlei Art falsch verwendet. |
| Baureihe (BR) |
Bezeichnung (Zifferngruppe) zur Unterscheidung einer Gruppe (Reihe) von Triebfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen u.a.) eines Eisenbahnverkehrsunternehmens nach Hauptparametern
Häufig findet man die Abkürzung "BR" vor die Bahn-/Betriebsnummer von Triebfahrzeugen geschrieben (z.B. "BR 98 001"). Das ist falsch, da "98 001" keine Baureihe sondern eine einzelne Lokomotive ist. Für das Beispiel wäre die korrekte Schreibweise "Lok 98 001 der BR 980". |
| Bergbahn |
Im Gegensatz zur Gebirgsbahn ist die Bergbahn eine selbständig betriebene Bahn (kein Gleisanschluß zu anderen Bahnlinien) zwischen einer Talstation am Fuße eines Berges und einer höher gelegenen Bergstation auf einer Anhöhe oder auf einem Berggipfel. Um auf kurzer Entfernung große Höhenunterschiede zu überwinden, sind Bergbahnen meist Zahnradbahnen, Standseilbahnen oder Schwebebahnen (Hängebahnen). |
| Bf | Abkürzung für Bahnhof |
| BHG | Bäuerliche Handelsgenossenschaft - Betrieb zum Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten, Werkzeugen und Baumaterialien in der DDR |
| Bogenkehre | siehe Kehrbogen |
| BR | Abkürzung für Baureihe |
| Bw | Bahnbetriebswerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Triebfahrzeugen |
| Bww | Bahnbetriebswagenwerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Wagen |
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| DDR | Deutsche Demokratische Republik; 1949 gegründeter Staat in Ostdeutschland (Sowjetische Besatzungszone nach dem II. Weltkrieg); nach der im Jahr 1989 erfolgten politischer Wende 1990 mit der BRD wiedervereinigt |
| DR |
Deutsche Reichsbahn Am 01.04.1920 wurde durch Übernahme der Ländereisenbahnen das dem Deutschen Reich unterstehende (staatliche) Verkehrsunternehmen "Deutsche Reichsbahn (DR)" gegründet. Wegen der nach dem 1. Weltkrieg von den Deutschen Eisenbahnen zu zahlenden Reparationen wurde die DR am 30.08.1924 in das juristisch selbständige Unternehmen "Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG)" umgewandelt, während die Anlagen im Besitz des Staates verblieben. Um die Eisenbahnen den Kriegsvorbereitungen des faschistischen Staates unterzuordnen, wurde die DRG im Jahr 1937 wieder als DR dem Reichsverkehrsministerium unterstellt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Staatsbahn in Ostdeutschland und in der am 07.10.1949 gegründeten DDR weiter unter dem Namen "Deutsche Reichsbahn (DR)" geführt. Der DR teilte man auch die enteigneten und verstaatlichten Privatbahnen (wie z.B. GHE und HSB) zu. Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland hat man die DR am 31.12.1993 aufgelöst und zusammen mit der Deutschen Bundesbahn (DB) in die Deutsche Bahn AG überführt. |
| DRG |
Deutsche Reichsbahn Gesellschaft Wegen der nach dem 1. Weltkrieg von den Deutschen Eisenbahnen zu zahlenden Reparationen wurde die DR am 30.08.1924 in das juristisch selbständige Unternehmen "Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG)" umgewandelt, während die Anlagen im Besitz des Staates verblieben. Um die Eisenbahnen den Kriegsvorbereitungen des faschistischen Staates unterzuordnen, wurde die DRG im Jahr 1937 wieder als DR dem Reichsverkehrsministerium unterstellt. |
| EBO |
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung Gesetz mit Begriffsbestimmungen und Vorschriften für den Bau und Betrieb öffentlicher Eisenbahnen. |
| EG | Abkürzung für Empfangsgebäüde |
| EIU |
Eisenbahninfrastrukturunternehmen: Unternehmen, welches für den Betrieb und die Unterhaltung von Eisenbahnstrecken zuständig ist. Das Unternehmen kann selbst Eigentümer der Strecken sein oder diese vom Eigentümer pachten. |
| Empfangsgebäude (EG) |
Gebäude an Personenbahnhöfen und Haltepunkten, welches neben Warteräumen Räume für verkehrliche Aufgaben (Fahrkartenschalter zur Abfertigung Reisender; Räume zur Abfertigung von Gepäck, Expressgut und Post) enthält. Zusätzlich können sich Räume für betriebliche Aufgaben (Fahrdienstleiterraum, Stellwerk) und Wohnräume für Eisenbahner im Empfangsgebäude befinden. Eunuge Empfangsgebäude besaßen/besitzen auch Räume für die Bahnhhofsgaststätte und Verkaufskioske. Durch Personaleinsparung und Rationalisierung seitens der Eisenbahnunternehmen werden mittlerweile zahlreiche Empfangsgebäude nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion oder garnicht genutzt. In großen Städten werden die Empfangsgebäude zu Einkaufszentren mit Fahrkartenverkauf umfunktioniert. Gebäude, die lediglich einen Warteraum besitzen, nennt man Wartehalle. In der Umgangssprache wird für das EG häufig der falsche Begriff Bahnhof verwendet. |
| EVU |
Eisenbahnverkehrsunternehmen: Unternehmen, welches Eisenbahnverkehrsleistungen (Zugfahrten) erbringt. Um auf öffentlichen Eisenbahnstrecken fahren zu dürfen und um öffentlichen Personenverkehr durchführen zu dürfen, muß das Unternehmen eine Zulassung (Konzession) besitzen. |
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| Flachlandbahn |
Der Begriff wird in der Verkehrsgeografie zur Klassifizierung von Eisenbahnstrecken (nicht eigenständig betrieben; Teil des Gesamtnetzes) entsprechend ihrer topografischen Gegebenheiten verwendet. Flachlandbahnen befinden sich i.d.R. im ebenen Gelände (Flachland), weisen nur geringe Neigungsverhältnisse auf (3-5), lassen sich problemlos geradlinig trassieren, besitzen meist nur kleine Brücken zum Überqueren von Bächen/Flüssen und stellen die geringsten Anforderungen an die Betriebsführung. Der Windungskoeffizient von Flachlandbahnen ist selten größer als 1,2. |
| Flußtalbahn |
Der Begriff wird in der Verkehrsgeografie zur Klassifizierung von Eisenbahnstrecken (nicht eigenständig betrieben; Teil des Gesamtnetzes) entsprechend ihrer topografischen Gegebenheiten verwendet. Eine Flußtalbahn folgt im Wesentlichen dem Tal eines Baches/Flusses. Meist sind aufwendige Kunstbauten vorhanden um mit Brücken das Ufer zu wechseln zwecks Verringerung der Anzahl und der Radien von Bögen, um mit Tunneln zu enge Flußschleifen abzuschneiden, um mit Stütz- und Futtermauern die Bahn in Hanglage geschützt vor Hochwasser zu führen und um die zahlreichen Bäche/Flüsse aus den Seitentälern zu überqueren. Der Windungskoeffizient weist meist Werte zwischen 1,5 und 2,5 auf. Flußtalbahnen sind typisch für Eisenbahnstrecken in Sachsen - insbesondere für das Erzgebirge. |
| Gebirgsbahn |
Der Begriff wird in der Verkehrsgeografie zur Klassifizierung von Eisenbahnstrecken entsprechend ihrer topografischen Gegebenheiten verwendet. Im Gegensatz zu Bergbahnen im Inselbetrieb werden Gebirgsbahnen nicht selbständig betrieben (direkte Verbindung zum übrigen Eisenbahnnetz). Gebirgsbahnen dienen der Erschließung höher gelegener Regionen bzw. dem Durchqueren der Gebirge. Große Neigungen werden entweder im Reibungsbetrieb oder Mischbetrieb (sowohl Reibungsbetrieb als auch Abschnitte mit Zahnstangenbetrieb) befahren. Kennzeichen von Gebirgsbahnen ist die künstliche Längenentwicklung durch das Ausfahren von Seitentälern mit Bogenkehren, Spitzkehren, Talbrücken und durch Kehrtunnel. Die künstliche Längenentwicklung spiegelt sich in großen Windungskoeffizienten wider. Gebirgsbahnen haben einen Windungskoeffizienten von meist größer als 2,0. Die topografischen Bedingungen des Gebirges bewirken, daß trotz der Kunstbauten enge Bögen und starke Neigungen in Kauf genommen werden müssen. Für normalspurige Nebenbahnen haben die Verkehrsgeografen die Bedingung definiert, daß von der Gebirgsbahn mindestens 25% der Strecke in Steigungen ab 1:40 (25) oder mindestens 25% der Strecke in Bögen mit Radius kleiner/gleich 200 m liegen müssen. Für den schwierigen Betrieb auf Gebirgsbahnen (geringe Höchstgeschwindigkeit, geringe Zugmassen, höhere Sicherheitsanforderungen) sind mitunter speziell für die Bogenradien und Neigungen geeignete Lokomotiven und Wagen erforderlich. Der Aufwand für die Betriebsführung wird durch den mitunter notwendigen Einsatz von Vorspann- oder Schiebeloks noch erhöht. Der Begriff "Gebirgsbahn" wird manchmal auch falsch verwendet als Bezeichnung für "Berg- und Talbahnen", "Achterbahnen" und anderen Bahnen auf Rummelplätzen oder in Vergnügungsparks. |
| Gefälle | Mit Gefälle wird ein geneigtes Wegstück bezeichnet, wenn in Bewegungsrichtung die Höhe abnimmt. Gefälle kennzeichnet man mit negativem Vorzeichen (-) vor dem Neigungsverhältnis. |
| GmP |
Güterzug mit Personenbeförderung Zug, der hauptsächlich aus Güterwagen besteht und einen/mehrere Personenwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen. |
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| Haltepunkt |
In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert: "Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen." In der Umgangssprache wird der Begriff "Haltepunkt" oft falsch verwendet. Alle Stationen, wo Personenzüge zum Ein-/Aussteigen halten, werden als "Haltepunkt" bezeichnet, obwohl Bahnhöfe per Definition keine Haltepunkte sind, da sie ja mindestens eine Weiche besitzen. |
| Hängebahn | siehe Schwebebahn |
| Hänichener Kohlenzweigbahn |
Die 1856 von der Albertsbahn AG erbaute Eisenbahnstrecke, die im Plauenschen Grund rechts der Weißeritz von der Strecke Dresden Tharandt abzweigt und hinauf zu den Kohlengruben bei Hänichen, Rippien und Possendorf führte, wurde als "Hänichener Kohlenzweigbahn" bezeichnet. Zu den Gruben am linken Hang der Weißeritz errichtete die Albertsbahn AG die "Hermsdorfer Kohlenzweigbahn". Aus der Hänichener Kohlenzweigbahn entstand 1907/08 die Bahnlinie Dresden Possendorf als Eisenbahn für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr. Sie wurde unter den Namen "Windbergbahn" und "Possendorfer Heddel" bekannt. Da die Kohlenzweigbahn als älteste Gebirgsbahn Deutschlands gilt, erhielt sie vom sächsischen König Johann 1857 den Beinamen "Sächsische Semmeringbahn". |
| Hauptuntersuchung |
Nach Ablauf der vom Gesetzgeber festgelegten Fristen (Fristablauf) muß ein Eisenbahnfahrzeug einer Untersuchung durch autorisierte Werkstätten unterzogen werden, damit es weiter eingesetzt werden darf. Da die Hauptuntersuchung zusammen mit einer Instandsetzungsstufe (IS) / Schadgruppe (SG) zu erfolgen hat, gehören zum Arbeitsumfang das Auseinandernehmen, das Ersetzen verschlissener Teile, das Beseitigen festgestellter Schäden, der Zusammenbau und die Abnahmeprüfung des Fahrzeugs. (Instandsetzungsstufen von Dampfloks siehe "L0 ... L7") |
| Hp | Abkürzung für Haltepunkt |
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| Kehrbogen / Bogenkehre | Kehrbögen sind eine der Möglichkeiten zur künstlichen Längenentwicklung. Durch geneigte und im Bogen verlegte Streckenabschnitte werden Seitentäler ausgefahren bzw. Bergkuppen umfahren. Dabei ändert sich unter Beibehaltung der Fahrtrichtung die Richtung der Trasse wesentlich (> 90°). |
| Kleinbahn |
"Kleinbahnen" sind Eisenbahnen, die nach dem preußischen "Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen" vom 28. Juli 1892 ("Kleinbahngesetz") genehmigt, gebaut und betrieben wurden. Diese Bahnen hatten nur sehr lokale Bedeutung. Bau- und Betrieb erfolgte nach vereinfachten Vorschriften (zum Beispiel Gleise in Kiesbettung statt im Schotterbett) durch private Unternehmen. In anderen Deutschen Ländern wurde der Begriff "Kleinbahn" teilweise übernommen oder man verwendete die Begriffe "Lokalbahn" bzw. "Vinicialbahn" (in Bayern). Kleinbahnen können Bahnen in Regelspur (1435 mm) oder Schmalspur sein. In der Umgangssprache wird der Begriff "Kleinbahn" häufig falsch verwendet als Synonym für Schmalspurbahn. "Klein" hat aber nichts mit der kleineren Spurweite der Schmalspurbahnen zu tun sondern mit dem preußischen "Kleinbahngesetz". Es gab auch normalspurige Kleinbahnen. Nicht jede Schmalspurbahn ist eine Kleinbahn. Die Schmalspurbahnen im Harz sind keine Kleinbahnen. Als 1887 die Selketalbahn eröffnet wurde, gab es noch kein "Kleinbahngesetz". Auch die Schmalspurbahnen in Sachsen sind keine Kleinbahnen, da sie fast ausnahmslos von den Sächsischen Staatseisenbahnen gebaut und betrieben wurden. |
| Kö |
Kleinlok mit "Öl(Diesel-)motor" und mechanischem Getriebe Es gab auch Kleinloks mit Benzinmotor (Kb) und besonders während des II. Weltkrieges Kleinloks mit Holzgasmotor.
Mitunter werden die Kö's als "Köf" bezeichnet. Das ist jedoch nicht korrekt, da diese Abkürzung nur für Kleinloks mit "Öl(Diesel-)motor" und Flüssigkeitsgetriebe (Föttinger-Getriebe = hydrodynamisches Getriebe) festgelegt wurde. |
| Längenentwicklung |
Längenentwicklungen sind künstliche Streckenverlängerungen, die bei der Trassierung von Eisenbahnstrecken Anwendung finden, um die maximal befahrbare Neigung nicht zu überschreiten, um kostspieligeLängenentwicklung Kunstbauten (Dämme, Brücken, Tunnel) oder um auf einem Streckenabschnitt eine für die Zugförderung vorteilhafte gleichmäßige Neigung zu erhalten. Die künstliche Streckenverlängerungen erzielt man mittels Bogenkehren, Spitzkehren oder Kehrtunneln. Ausdruck für die Größe der Längenentwicklung ist der Windungskoeffizient. |
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| Neigung |
Die Neigung ist die Abweichung zwischen der Gradienten (Achse in Längsrichtung des Weges) und der Horizontalen. Abhängig von der Bewegungsrichtung spricht man speziell von Steigung bzw. Gefälle. |
| Neigungsverhältnis |
Das Neigungsverhältnis entspricht dem Tangens des Winkels zwischen der Gradienten (Achse in Längsrichtung des Weges) und der Horizontalen - also dem Verhältnis aus Höhenunterschied (Gegenkathete) und zugehöriger Horizontalentfernung (Ankathete). Im Eisenbahnwesen wird das Neigungsverhältnis einer Strecke entweder in Promille (z.B. 25 ) oder als Streckenverhältnis (z.B. 1:40 => auf 40 m in der Horizontalen besteht ein Höhenunterschied von 1 m => 0,025 = 25 ) angegeben. Da bei kleinen Winkeln der Unterschied zwischen Gradiente (Streckenlänge) und Horizontale sehr gering ist, wird oft zur Vereinfachung das Verhältnis von Höhenunterschied und Streckenlänge zur Ermittlung des Neigungsverhältnisses benutzt. |
| PmG |
Personenzug mit Güterbeförderung Zug, der hauptsächlich aus Personenwagen besteht und einen/mehrere Güterwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen. |
| RAW |
Reichsbahn Ausbesserungswerk - Reparaturwerk der Deutschen Reichsbahn (DR) für Lokomotiven, Triebwagen und Wagen; Weil in den Waggonbaubetrieben der DDR gebaute Personen- und Güterwagen vorwiegend in das Ausland exportiert wurden, reparierte die DR in ihren Ausbesserungswerken nicht nur, sondern sie baute für den Eigenbedarf neue Wagen. So wurden z.B. im RAW Halberstadt Reisezugwagen der Gattung Bmhe gebaut. |
| Reibungsbetrieb (Adhäsionsbetrieb) |
Auf einer im Reibungsbetrieb befahrenen Bahnstrecke wird die Fortbewegungskraft der Fahrzeuge unter Ausnutzung der Haftreibung (Adhäsion, Kraftschluß) von den Rädern auf die Schienen übertragen. Die Haftreibung gibt die maximal mögliche Neigung vor, welche Eisenbahnfahrzeuge noch bergwärts bewältigen können bzw. auf welcher Fahrzeuge bei Talfahrt durch Bremsen noch sicher zum Stehen kommen. Im Reibungsbetrieb können Neigungen bis ca. 100 (Steilstrecken) befahren werden. |
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| Schwebebahn (Hängebahn) | Eine Schwebebahn ist eine Bahn, deren Fahrzeuge entweder an einem Seil (Seilschwebebahn, Hängeseilbahn, Drahtseilbahn) oder an einer speziellen auf Stützen gelagerten Tragkonstruktion (Schienenhängeseilbahn, Einschienenseilbahn) hängen. |
| Seilbahn |
Im steilen bzw. unwegsamen Gelände werden Personen/Güter häufig in Fahrzeugen befördert/transportiert, die von einem Seil gezogen werden. Entsprechend der Ausführung unterscheidet man Standseilbahnen (Fahrzeug steht auf Schienen) und Hängebahnen (Fahrzeug hängt). |
| Spitzkehre |
Die Spitzkehre ist eine der Möglichkeiten zur Längenentwicklung. Es handelt sich dabei um ein Gleis parallel zum Hang, in welches Züge einfahren und es in der entgegengesetzten Richtung wieder verlassen. Da das Umsetzen der Lokomotiven von einem Zugende an das andere aufwendig ist (falls nicht Zug- und Schiebelok oder Wendezüge eingesetzt werden), nutzt man vorzugsweise Bogenkehren. Spitzkehren werden nur verwendet, wenn die Geländeverhältnisse keine andere Lösung erlauben. |
| Steigung | Mit Steigung wird ein geneigtes Wegstück (Neigung) bezeichnet, wenn in Bewegungsrichtung die Höhe zunimmt. Steigungen kennzeichnet man mit positivem Vorzeichen (+) vor dem Neigungsverhältnis. |
| Standseilbahn |
Standseilbahnen sind Bergbahnen und gehören zur Kategorie der Seilbahnen. In der Mehrzahl sind Standseilbahnen nach folgendem Grundprinzip ausgeführt: Zwei auf Schienen stehende Fahrzeuge sind mit einem Seil verbunden und bewegen sich abwechselnd auf- und abwärts. In der Mitte der Standseilbahn befindet sich eine Ausweiche, wo sich der talwärts und der bergwärts fahrende Wagen begegnen. Am Anfang und Ende der Ausweiche befindet sich je eine Abtsche Weiche. |
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| Tfz | Abkürzung für Triebfahrzeug(e) |
| Triebfahrzeug (Tfz) | Eisenbahnfahrzeug mit eigenem Antrieb zur Beförderung von Reisenden und/oder zum Transport von Gütern. Zu den Tfz gehören Lokomotiven und Triebwagen. |
| Tw | Triebwagen - Triebfahrzeug, welches im Gegensatz zu einer Lokomotive zur Personen- und/oder zur Gepäckbeförderung dient oder als Bahndienstfahrzeug genutzt wird. |
| VEB | Volkseigener Betrieb (staatseigener Betrieb in der DDR) |
| VT | Verbrennungstriebwagen - Triebwagen mit Benzin-, Diesel- o.a. Verbrennungsmotor |
| Windungskoeffizient |
Der Faktor, um den die Strecke länger ist als die Luftlinienentfernung, wird als Windungskoeffizient bezeichnet. Bei Flachlandbahnen beträgt er etwa 1,1, bei Flußtalbahnen etwa 1,5 2,5 und bei Gebirgsbahnen etwa 2,0 ... 3,5. Schmalspurbahnen können mitunter noch größere Windungskoeffizienten aufweisen. |
| Zahnstangenbetrieb |
Beim Zahnstangenbetrieb werden die Antriebskräfte von einem Zahnrad im Fahrzeug auf eine im Gleis liegende Zahnstange (Formschluß) übertragen. Im Gegensatz zum Reibungsbetrieb können Strecken mit größeren Neigungsverhältnissen (100 -480 ) befahren werden. |
| Zahnradbahn |
Eine Zahnradbahn ist eine eigenständig betriebene Bergbahn (keine Gleisverbindung zu anderen Bahnlinien mit Reibungsbetrieb. Die Fortbewegung geschieht entweder im reinen Zahnstangenbetrieb oder im Mischbetrieb (sowohl Reibungsbetrieb als auch Abschnitte mit Zahnstangenbetrieb). |